... Und dann kam Yoga

Mein Name ist Bella Prem und ich bin in meinen 30ern.

Ich bin in Innsbruck geboren, in Wien aufgewachsen und zu meinen Teenager-Zeiten meinen Eltern zuliebe wieder nach Tirol zurückgezogen. Back to the roots.. Ich hatte sehr lange Heimweh nach der Großstadt, doch je älter ich wurde, desto mehr schätzte ich das große Tal in den Bergen und habe hier schlussendlich meine Wurzeln geschlagen. Ich arbeite nun seit 15 Jahren im zahnmedizinischen Bereich. Der soziale Aspekt ist mir dabei besonders wichtig. Ich liebe es mit Menschen zu arbeiten, ihnen Ängste zu nehmen, ein offenes Ohr zu haben und sie über Jahre hinweg begleiten zu dürfen. Der Umgang mit stets neuen Patienten half mir ungemein meine Schüchternheit und viele Unsicherheiten zu überwinden.

Ich habe 2 wundervolle Hunde adoptiert: Mischling Leopoldine (11) und Dalmatiner Earl (5), um die sich in meinem Leben so gut wie alles dreht, sie sind stets an meiner Seite. Die Liebe zur Natur entdeckte ich durch sie und ich genieße jeden Augenblick an der frischen Luft. Ich habe unendlich viele Hobbys und leider viel zu wenig Zeit jedem Einzelnen nachzugehen. Deswegen entscheide ich saisonbedingt welche Aktivitäten gerade in mein Leben passen.
Am Berg bin ich jedoch am liebsten. :-)

 Zu Yoga habe ich erst sehr spät gefunden. Aus einer Not heraus bin ich darauf gestoßen. Durch ein einschneidendes Erlebnis vor einigen Jahren verlor ich den Boden unter den Füßen, ein sehr ungesunder Gewichtsverlust folgte darauf. Ich hatte mein Leben nicht mehr unter Kontrolle, ganz zu Schweigen von meinen körperlichen Problemen und es dauerte Monate bis ich mich wieder davon erholte. Die Zeit heilt so einige Wunden und eines Tages hörte ich plötzlich auf mich selbst zu bemitleiden und entschied mich wieder nach vorne zu blicken. Ich hörte immer wieder davon, dass Yoga ganzheitlich und medizinisch sehr im Trend lag und es in Tirol nur so boomte. Für einen Kurs war ich durch meine Unsicherheit aber noch nicht bereit! Also suchte ich mir selbst Yogaübungen raus, um schonend Muskeln aufzubauen. Und so startete mein Leben mit Yoga - ich war sofort begeistert von dem zeitnahen positiven Effekt und übte beinahe jeden Tag.

Vom Spirit YOGA hatte ich aber absolut keine Ahnung. Je öfter ich übte, desto mehr spürte ich mich wieder. Ich wurde ehrgeiziger und neugieriger und forderte mich mehr und mehr in den verschiedensten Haltungen. Lange praktizierte ich für mich alleine, bis mich Anfang 2017 meine langjährige liebe Freundin (  Yoga mit Tina ) zu einem Yoga-Kurs mitnahm, bei dem mir schnell klar wurde, dass Yoga noch viel komplexer war als nur die herausfordernden Asanas (Körperstellungen) gut zu beherrschen. Ich genoss diese wertvolle Auszeit von meinem Alltag. Eine geführte Stunde, in der ich mich ganz bewusst auf mich konzentrieren konnte, war Balsam für meine Seele. Es dauerte nicht lang bis ich mich dazu entschied eine Yoga-Lehrerausbildung zu machen. Also begann ich im September 2017  mit dem Wochenendkurs YLA-300 in Innsbruck, der von der Yoga-Akademie Austria angeboten wurde. 

 Eine Entscheidung, die mein Leben veränderte. Am 1.Juli 2018 schloss ich meine Ausbildung erfolgreich ab und fand wieder zu dem Menschen zurück, den ich einst verloren hatte, zu mir. Nicht nur die Ausbildung half, sondern auch die vielen Gespräche mit meiner Ausbildungsgruppe waren irgendwie wie eine unbewusste Therapie. Wir alle waren auf der Suche nach UNS selbst. Wunderschöne Freundschaften haben sich aus dieser Zeit entwickelt und es ist traumhaft zu sehen, wo wir jetzt alle stehen. Ich, für meinen Teil, stelle meine Bedürfnisse nicht mehr hinten an. Ich habe wieder Ziele im Leben, die ich verfolge und fühle mich so inspiriert Dinge zu tun, die ich einst so liebte, aber über so viele Jahre hinweg vergaß.

Ich bin einen langen Weg gegangen (und gehe ihn immer noch!!), um mich wieder zu finden, aber so wie alles im Leben: Es kommt immer so, wie es kommen muss. Ist der Weg auch noch so holprig, der Weg ist immer das Ziel.
Und genau diesen Spirit möchte ich dir weitergeben. Yoga verändert einen nicht, sondern es bringt einen wieder näher zu sich selbst. Mein Anliegen ist es, Menschen zu helfen, die sich ein Stück weit verloren haben auf deren Weg; denen es so geht, wie es mir ergangen ist. Nichts ist schöner als ein zufriedenes Lächeln und ein Strahlen in den Augen nach meinen Yoga-Stunden. Ich bin sehr dankbar, dass nicht nur ich diese Reise mit dir gehen darf, sondern auch du diese Reise mit mir gehst. 

Und um es in meinen vielleicht nicht ganz so yogischen Worten noch mal zu verdeutlichen: Ich habe mir den Arsch aufgerissen, um hier her zu kommen, wo ich jetzt bin. #yogamyass ist deswegen auf all meinen sozialen Netzwerken der mit Abstand wichtigste Hashtag für mich geworden und gehört zu mir wie die Bhagavad Gita zum Yoga, in der es am Ende nach langem Hin und Her schlussendlich doch heißt:

'Mach es so, wie du es wünschst.'